251 Millionen Jahre zurück in der Zeit – unsere Ferien im Friaul

Gemona 1

… eine Reise durch die Dörfer und Gemeinden der Region Friaul, die ihre Schönheit wieder aufbauen konnten.

Carnia ist der Bereich, der die gesamte Nordseite des Friaul bis zur Grenze an Österreich einnimmt. Die Berge, Seen, Täler, Wälder und malerische Dörfer tragen hier zu einer  Landschaft von außergewöhnlicher Schönheit bei.  In den siebziger Jahren zerstörte ein Erdbeben einen Teil dieses beachtlichen Erbes.

Gemone 2
In Gemona, der erste Abschnitt unsere Route, stellt die Kathedrale Santa Maria Assunta ein interessantes Beispiel der romanisch-gotischen Architektur dar. In ihrem Inneren sind noch einige Spuren des verherenden Erdbebens, wie die Kratzer auf dem hölzernen Kruzifix aus dem fünfzehnten Jahrhundert und die Neigung der Säulen aus rosa Marmor sichtbar. Das städtische Museum im Palazzo Elti beherbergt archäologische und sakrale Gegenstände von Bergkirchen,  die heute nicht mehr existieren.

Gemone 3In der gewundenen und faszinierenden via Bini bestaunen wir  Villen und Häuser, unter anderem auch das Casa Gurisatti aus dem fünfzehnten Jahrhundert. Es ist Sitz der Kinemathek und birgt eine Sammlung von Dokumentarfilmen und Wochenschauen über die Geschichte des Landes. Nach einem Blick auf das Schloss und das Rathaus mit den römisch-archäologischen, in die Fassade integrierten, Fundstücken endet unsere Tour an der Wallfahrtskapelle des  heiligen Antonius, die mitunter auch die älteste ist, die diesem Heiligen geweiht ist. Nach dem Beben wurde sie im modernen Stil wieder aufgebaut. Die Kapelle des Rosenkranzes hingegen, bewahrt noch die Gestaltung, die  ihr der Schweizer Melchiorre Widmar ursprünglich gab.

Venzone
Das Juwel der charmanten Stadt Venzone, innerhalb seiner antiken Mauern, ist das Rathaus: ein außergewöhnliches Beispiel der venezianischen Gotik, das mit den Wappen der verschiedenen Adelsfamilien verziert ist. Die Adeligen sind auch die Protagonisten der Taufkapelle. In ihr sind die berühmten “Mumien Venzone”, fünf mumifizierte Leichname edler BürgerVenzone Mummia aufgestellt, deren Zersetzungsprozess durch parasitären Pilzbefall verhindert wurde. Zu Besichtigen sind die Mumien im Sommer von 9 bis 19 Uhr und im Winter von 9 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet 1,50 Euro. Gegenüber der Taufkapelle bewundern wir den Dom Sant’Andrea im romanisch-gotischen Stil, in dessem Inneren uns die originalen Fresken beeindrucken.

Weitere Kostbarkeiten der Gegend sind die Stadt Tolmezzo und Preone. Ein Besuch dort ist eine weitere Reise mit der Zeitmaschine bis zurück in das Mesozoikum, einem Erdzeitalter, das vor etwa 251 Millionen Jahren begann und vor etwa 65,5 Millionen Jahren endete. In Preone befindet sich das Paläontologische Zentrum des Friaul. Bei einem Besuch dort entdeckt man die Geheimnisse ferner Vorfahren,  den Dinosauriern.

Weiterführende Informationen:

Fotos aus  Friaul Julisch Venetien – die schönsten Orte

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Campingplätze in Friaul Julisch Venetien



1 Kommentar »

  1. Kommentar by Bettina Lange

    Posted on 14 Juni 2010 at 11:10

    Eine schöne Reise in die Vergangenheit. Mich reizt jedoch eher die Geschichte Ägyptens. Ich finde das ist irgendwie noch mysteriöser. Ich habe schon einige Ägyptenreisen hinter mir. Am magischsten fand ich bisher sharm el sheikh.


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