Der Trasimenische See in Umbrien

Schreiben von agathe den Juli 19th, 2012 — in Umbrien


Bildquelle: panoramio.com; stefano.incerpi

Der Trasimenische See (Lago Trasimeno) ist der viertgrößte See Italiens und liegt in Umbrien, einer der unberührtesten Regionen in Italien. Der Trasimenische See ist ein Ort, an dem die Natur ihr Bestes gibt. Der See besticht mit malerischen Dörfern und Städten, die mit ihrem traditionellem Charme das Herz eines jeden Reisenden erobern.

Die lange Liste der Sehenswürdigkeiten beginnt mit dem See selbst, dessen Gewässer sich auf einer Fläche von 128 km2 ausdehnen. Der Trasimenische See ist der blaue Fleck des üppig grünen Umbriens und wird von niedrigen Hügeln und fruchtbaren Feldern umgeben. Auch die drei Hauptinseln des Sees sind einen Besuch wert. Die Insel Polvese wurde zu einem wissenschaftlichen Bildungspark erklärt. Die Isola Maggiore bietet herrliche Wanderwege, die von einer beachtenswerten Vegetation aus Olivenbäumen, Eichen, Kiefern, Zypressen und Pappeln umgeben sind. Die Isola Minore ist ebenfalls von einer dichten Flora bedeckt und wird von einer großen Kolonie von Kormoranen bewohnt. Um den Trasimenischen See gibt es herrliche Rad- und Wanderwege, die diese herrliche Gegend entdecken lassen. Ebenso gibt es um den Lago Trasimeno eine große Anzahl an malerischen Dörfern und historischen Städten.

Castiglione del Lago wurde auf einer Landzunge am östlichen Ufer des Trasimenischen Sees gebaut. Wie die Überreste von Gräbern bestätigen, waren es wohl die Etrusker, die diese Gegend als erste bewohnten. Das faszinierendste Element des ganzen Dorfes ist ohne Zweifel die Burg mit ihrer imposanten Mauer und den vier Türmen. Die Burg gilt als eine der schönsten Beispiele der militärischen Kunst in Umbrien.


Bildquelle: panoramio.com; kerrick (Renato P.)

Die Hauptattraktion von Città della Pieve ist der Dom. Die ursprüngliche Struktur dieses Kirchenbaus geht auf das zwölfte Jahrhundert zurück. Im 16. und 17 Jahrhundert wurden an dem Gebilde einige Änderungen vorgenommen. An der Unterseite der Fassade, in der Apsis und am gotischen Glockenturm sind bis heute noch die dekorativen Details aus dem 12. Jahrhundert zu erkennen.

Paciano wurde im 14. Jahrhundert auf einem Ausläufer des Monte Petrarvella gegründet. Die Kirche San Carlo besticht mit ihrem eleganten Portal aus dem 17. Jahrhundert und beherbergt in ihrem Inneren wertvolle Gemälde von lokalen Künstlern. Einige davon stammen von Francesco di Castel della Pieve, der als Meister des Perugino gilt.

Panicale bewahrt, wie die meisten Ortschaften dieser Gegend, ein typisch mittelalterliches Aussehen. Das Dorf wird von den Überresten einer Stadtmauer und Stadttoren umgeben. Von dem Dorf genießt man des Weiteren unvergleichliche Ausblicke auf den Trasimenischen See.

Das idyllische Passignano ist im Römischen Reich gegründet worden und wird von einer mittelalterlichen Stadtmauer umgeben. Leider sind in dem Dorf aufgrund der Bombardierungen während des Zweiten Weltkriegs fast keine historischen Gebäude mehr erhalten. In der Tat gibt es nur noch die beiden Kirchen von San Rocco und San Bernardin aus dem fünfzehnten Jahrhundert zu besuchen. Von Passignano erreicht man in nur wenigen Minuten Bootsfahrt die Isola Maggiore, die wahrlich einen Besuch wert ist.