Schreiben von agathe den August 14th, 2008 — in Apulien
Was haben Corsano, ein kleines Städtchen in der Provinz von Lecce und Peking, einem der Austragungsorte der Olympischen Spiele 2008, wohl gemeinsam? Es reicht nachfolgenden Artikel zu lesen, um am Ende die Antwort zu wissen.
Corsano bietet mit seiner hohen und abschüssigen Adriaküste, seinen intensiven Grünflächen und der Viehlzahl von Blumen ein wunderschönes Panorama. Eng geschlungene und abenteuerliche Straßen verbinden das Meer mit dem Hinterland.
Das 5755 Seelendorf liegt 125 Meter über dem Meeresspiegel und erstreckt sich mit einer Länge von 4 km an der Adriaküste. Corsano befindet sich 60 km von Bari, der Hauptstadt Apuliens und 12 km von Santa Maria di Leuca, dem äußersten Zipfel Italiens entfernt. In dem kleinen Dorf gibt es allerhand zu sehen. Die Kirche von San Biagio die 1967 erbaut wurde. Das Innnere ist reich mit Gold bestückt. Die Kirche Santa Sofia geht auf das Jahr 1934 zurück und wurde auf den Ruinen einer Byzantinerkirche erbaut. Die Kapelle der heiligen Jungfrau stammt aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Die elegante Fassade ist in drei Teile geliedert. Im Innneren befindet sich eine meisterhafte Büste des San Biagio. Ein weiterer architektonischer Höhepunkt ist die Kapelle der Santa Maura. Einer Legende nach ist die Heilige hier einigen schiffbrüchigen Matrosen zur Hilfe gekommen und hat ihnen das Leben gerettet. Von grossem Interesse ist auch die Kapelle Sacro Cuore, die in den dreißiger Jahren errichtet wurde und in ihrem Inneren zahlreiche Heiligenstatuen aus Pappmaché und weitere Statuen mit wertvollsten Kleidern, birgt. Zum Schluss bleibt noch das Schloß aus dem XVII. Jahrhundert mit einem herrlichen Dachgarten. Das Innere ist mit Fresken und Stuck verziert.
So und nun um auf die anfängliche Frage zurückzukommen: Auf dem gleichen Breiten- und Längengrad wie Corsano befinden einige der wichtigsten Städte unseres Planeten: Kapstadt, Filadelphia, Sarajevo und nicht zuletzt Peking.
Schreiben von agathe den Mai 19th, 2008 — in Apulien
Gallipoli ist einer der schönsten Küstenstädte im tiefen Süden des Stiefels und wurde von griechischen Kolonisatoren mit dem Namen Kalì pòlis, was soviel wie schöne Stadt bedeutet, gegründet. Die Altstadt liegt bildhübsch auf einer Insel, umzogen von einer Mauer, auf der heute eine Ringstraße verläuft.
Oben am Beginn der Altstadt steht eine uralte Markthalle. Das historische Zentrum zeigt sich mit seinen verwinkelten Gassen und seinen alten Bauten. In den Innenhöfen trocknen Peperoncini und an den Kais flicken die zahlreichen Fischer ihre Netze. Mitten in der Altstadt steht sehr breit und wuchtig die Kathedrale Sant’Agata mit einer Fassade im üppigsten Salentiner Barock. Ebenso schön wie ein Bummel durch die alten Gassen ist ein Spaziergang auf der Ringstraße um das historische Zentrum.
In der Neustadt pulsiert um den kilometerlangen Corso Roma allabendlich das Leben, zahllose elegante Shops und moderne Boutiquen reihen sich hier aneinander.
Südlich von Gallipoli erstreckt sich die Baia Verde, ein langes Dünenband, das nur gelegentlich von niedrigen Klippen unterbrochen wird. Nördlich hingegen, findet man eine abwechslungsreiche Felsenküste, mit wunderschönen Buchten und Sandstränden.
Schreiben von agathe den Juni 12th, 2007 — in Apulien
Apulien, vom adriatischen und dem ionischen Meer umgeben,bietet seinen Besuchern Ferien für Geist und Seele mit viel Kultur und Kunst, langen Sand- und Felsstrände mit kristallklarem Wasser und unberührten Badebuchten.
Eine Reise durch Apulien wird von der Gastfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft seiner Einwohner,von endlosen Olivenplantagen, geheimnisvollen Buchten und dem kristallklarem Meer geprägt.
Die idyllische Hafenstadt Otranto liegt auf einem Felsen undist von einer alten Stadtmauer mit dem Schloss aus dem 15. Jahrhundert umgeben. S. Cesárea ist berühmt wegen seiner Grotten. Besonders hervorzuheben sind die Grotten “Romanelli“, “Zinzulusa“ und “Rotundella“. Auf der Reise sollte man auch in Santa Santa Maria di Leuca, 70 km südlich von Otranto gelegen,Halt machen und dort das Kloster mit der Wallfahrtskirche besuchen.
An der Westküste Apuliens bietet das Ionische Meer seinen Gästen lange feine weisse Sandstrände die von felsigen Riffen unterbrochen werden. DieWestküsteist umgeben von unangetasteter und wilder Natur. Entlang der Küste befinden sich wenige kleine Badeorte. Torre Vado ist ein beliebtes Anlaufsziel für Taucher. Ein paar Kilometer weiter nördlich gelangt man zur Küste Ugentos, mit den wohl schönsten Strände entlang des ionischen Meers. Weiter nördlich befindet sich die StadtGallipoli. Die alte Stadt ist auf einer Insel erbaut worden und wird mit der Neustadt mittels einer Brücke verbunden. Die engen Gassen, die niedrigen Häuser, die Paläste, die Kirchen und nicht zuletzt die Einwohner verleihen dem alten Stadtkern eine magische Ausstrahlung. Wegen ihrer einzigartigen Schönheit wird Gallipli auch als die Perle des Salento bezeichnet.
Im südlichen Teil Apuliens liegt Lecce, dieHauptstadt des Salento, die Dank ihres Reichtums anKulturgütern auch oft „Florenz des Barocks“ genannt wird.Die Altstadt ist vom Barockstil gekennzeichnet und fasziniertdurch Balkone, Portale und Säulen die ihren stimmungsvollen chromatischen Effekte einem eigenartigen Baumaterial zu verdanken haben: „la Pietra Leccese“, das weiß-goldene Gestein aus der salentinischen Halbinsel. Ein Meisterwerk des Barocks ist die Kirche Santa Croce in Lecce, die sich in der Nähe des Platzes Sant’Oronzo, im Herzen der Altstadt, befindet.
Ein Besuch in Alberobello, der Hauptstadt der Trulli, darf bei einem Urlaub in Apulien auf gar keinem Fall fehlen. Bis in die 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts hat sie kein Mensch beachtet, die kleinen Häuser mit den hohen runden Dächern in Apulien, die Trulli.
Trulli, waren Häuser armer Leute auf dem Land. Jetzt sind sie ein “Monumento nazionale” und gehören zum Weltkulturerbe der Unesco. Aus gutem Grund, denn was auf den ersten Blick nur putzig erscheint, erweist sich als eine klug durchdachte Architektur von hoher Kunstfertigkeit: Ohne Mörtel wurden hohe Gewölbe aus Steinquadern geformt, die an mykenische Schatzhäuser erinnern. Die hohen Kegeldächer waren Vorratsspeicher für das Getreide. Außen wurden sie zum Schutz vor dem Regen, schuppenartig mit einem Kranz von Bruchsteinplatten belegt, was den Trulli ihr charakteristisches Aussehen verleiht. Der Raum unter dem Speicherkegel war der Wohnraum der Menschen und auch der Stall für das Vieh. Mensch und Tier lebten unter einem Dach, und wenn Nachwuchs kam, wurde direkt neben dem alten Trulli ein neuer gebaut, eine Wand wurde durchgebrochen, – je mehr Kegel, desto größer die Familie, umso wohlhabender der Bauer. Heute haben viele der alten Bewohner die kleinen unbequemen Häuser verlassen. So werden die Stadtteile “Aia Piccola” und “Monti” mit ihren über eintausend Dachkegeln langsam von Andenkenläden und Restaurants in Besitz genommen. Die Trulli vor den Toren von Alberobello haben, wenn auch verfallen, bis heute ihren Zauber bewahrt.
„Apulien ist eine Schatzkammer der Kultur, übervoll mit Zeugnissen großartiger Architektur und Kunst. Bei der Druchreise vom Norden bishin zu zurSanta Maria di Leuca, dersüdlichsten Spitze Apuliens wird der Urlauber beeindruckt von der Vielfältigkeit der Landschaft, ihrer Farben undder kulturellen Einflüsse einer bewegten Geschichte“.