Die Stadt Neapel

Schreiben von agathe den Mai 30th, 2007 — in Kampanien

Die Hafenstadt Neapel befindet sich in Süditalien direkt am Golf von Neapel. Neapel ist eine überaus reizvolle und lebhafte Stadt. Dank Ihrer einzigartigen Lage am Fuße des Vesuvs, des milden Klimas und Ihrer bewegten Geschichte wird die Stadt jährlich von tausenden Touristen aus der ganzen Welt besucht. Die sorrentinische Halbinsel, der Vesuv, die Hügel des Vomero und Posillipo umzingeln die traumhafte Bucht. Bei klarem Wetter hat man Ausblick auf die Inseln Capri, Ischia und Procida. Nicht weit entfernt liegen die archäologischen Ausgrabungen von Pompeji und Herkulaneum sowie die wunderschöne Amalfiküste.

Die Altstadt von Neapel mit ihren malerischen engen Gässchen wurde von der UNESCO zum Kulturerbe erklärt. Sehenswert sind ausserdem die vielen Kirchen, Katakomben und die unterirdischen Höhlen. Zwischen Kunsthandwerkern, flatternder Wäsche und schreienden Fischverkäufern offenbart sich dem Besucher noch heute die alte neapolitanische Volkskultur. Auf dem Hügel des Vomero liegt das beeindruckende Castello S. Elmo, von wo man einen phantastischen Blick über die Stadt, auf den Vesuv und das Meer genießen kann. Dem mondänen Viertel Chiaia und das von herrschaftliche Villen geprägte Posillipo mit dem Fischerhafen Santa Lucia sollte man unbedingt einen Besuch abstatten. Im bekannten archäologischen Nationalmuseum kann man viele Funde aus Pompeji besichtigen. Doch auch das Museum von Capodimonte ist wegen seines herrlichen Parks und der herausragenden Gemäldesammlung einen Besuch wert.

Neapel ist die Geburtsstadt der Pizza. Neben der Pizza bietet die napolitanische Küche auch köstliche Nudelgerichte, Fisch und Meeresfrüchte in vielen Variationen. Sehr aromatisch ist der aus den prächtigen sorrentinischen Zitronen hergestellte Likör Limoncello und der neapolitanische Caffè.

Empfehlenswert sind auch die typischen Märkten, wo man Kleidung zu günstigen Preisen erstehen kann.






Ein Wochenende in Venedig

Schreiben von agathe den Mai 14th, 2007 — in Venetien

Als ich das erste mal vom Festland aus mit dem Schiff nach Venedig übersetzte, war ich wie verzaubert von diesem herrlichen Anblick. Da „schwimmt“ tatsälich eine Stadt mitten im Meer. Wieder einmal wurde ich mir der herausragenden Fähigkeiten des Menschen bewusst, die es ihm ermöglichen, Dank seiner Vorstellungskraft, solch ein einzigartiges Kunstwerk Wirklichkeit werden zu lassen. Ich konnte es kaum abwarten, näheres über diese einzigartige Stadt zu erfahren.

Die Anfänge der Stadt reichen länger als 1.500 Jahre zurück. Venedig entwickelte sich aus den verstreuten Siedlungen auf den Inseln der Lagune. Namensgeber der Siedlung Venetia waren die hier ansässigen Veneter. Besiedelt wurden die verstreuten Inseln durch Flüchtlinge aus Oberitalien, die sich vor der Invasion der Hunnen 452 und später der Langobarden 568 in den Sümpfen und auf den zahllosen Inseln der Brenta-Mündung verbargen. Die ersten Siedler lebten noch in flachen Booten, die eine schnelle Rückkehr zum Festland ermöglichten. Dann verlegten sie sich auf die Errichtung von Pfahlbauten. Im Laufe der Zeit wuchsen die Bebauungen auf den insgesamt 118 Inselchen zusammen, die heute das Stadtgebiet von Venedig ergeben. Alle Gebäude, Brücken und Plätze dieser beeindruckenden Stadt wurden auf Holzpfählen errichtet.

Die grosse Vielzhal von Sehenswürdigkeiten, Kunst- und Kulturschätzen machen es dem Besucher beinahe unmöglich, Venedig in seiner Gesamtheit zu erfassen. Für lange Zeit war die Gondel das wichtigste Fortbewegungsmittel in der Lagunenstadt. Man schätzt, dass im 16. Jahrhundert etwa 10.000 Gondeln die Kanäle befuhren. Die Boote sahen anders aus, als Besucher sie heute kennen. Reiche Venezianer schmückten ihre Gondeln mit Gold, sie bezogen die Sitze mit Brokat oder Seide und bemalten sie bunt. 1562 schließlich wurde die Farbe schwarz für alle Gondeln vorgeschrieben. Den Einheitslack verordnete der Doge Girolamo Privli, weil er der Prunksucht der Venezianer Einhalt gebieten wollte. Heute befahren noch 420 Gondolieri mit ihren Booten die Kanäle. Wer mit den schwarzen Traditionsbooten für knapp eine Stunde durch die Kanäle gondeln will, muss etwa 100 Euro bezahlen. Die Gondolieri nehmen maximal sechs Fahrgäste mit. Es empfiehlt sich also, in einer Gruppe zu fahren. Die Gondolieri gehören zu den Gewinnern des Massentourismus. 800 bis 1.000 Euro kann ein guter Gondoliere am Tag einfahren.

Das Zentrum von Venedig bildet der Markusplatz (Piazza San Marco). Hier befinden sich mit der Markuskirche, dem 99 Meter hohen Campanile (Glockenturm) und dem Dogenpalast einige der größten und bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Den Markusplatz könnte man auch ohne weiteres den Zweitnamen „Platz der Tauben“ zukommen lassen. Noch nie in meinem Leben zuvor hatte ich so eine grosse Taubenschar gesehen. Auch die Intilligenz und die Zutraulichkeit dieser Tiere kann einem wahrhaft ins Staunen versetzen. Rund um den Platz herum, gibt es einige Kiosks, wo für 1 Euro, mit Taubenfutter gefüllte Beutel verkauft werden. Sobald die Tauben sehen, dass man solch einen Beutel in der Hand hält, setzen sie sich einem mit treuherzigem Blick auf die Hand oder auf die Schultern und warten bis man endlich den Beutel öffnet und schwups ist man von 100 Tauben umgeben, die sich ganz gierig um die Maiskörner streiten – ein wahrhaftes Schauspiel.

Ein ebenfalls weltweit bekanntes Bauwerk ist die im 16. Jahrhundert erbaute Rialtobrücke, welche den Canale Grande überspannt. Der Canale Grande ist – der Name sagt es bereits – der größte aller Kanäle in Venedig. Seine Länge beträgt etwa vier Kilometer und er verläuft durch das gesamte Stadtzentrum. Zahlreiche prunkvolle alte Paläste reicher venezianischer Familien säumen sein Ufer. Viele dieser “Palazzos” zählen zu den schönsten der Stadt. Äusserst Sehenswert sind auch die vielen kleinen Läden mit den berühmten, handbemalten venezianischen Masken.





Urlaub auf der Insel Elba

Schreiben von agathe den Mai 10th, 2007 — in Toskana

Die Insel Elba lagert vor der Westküste Italiens im Tyrrhenischen Meer und ist ein Teil der Provinz Livorno. Elba zählt neben und Gorgona, Capraia, Pianosa, Montecristo und Giglio zur Toskanischen Inselgruppe. Mit einer Fläche von 223,5 Quadratkilometern ist sie die drittgrößte Insel Italiens. Der im Westen gelegene Monte Capanne (1 019 Meter) ist die höchste Erhebung der Insel. An der Küste von insgesamt 150 Kilometern befinden sich Sandstrände und zum Teil auch felsige Abschnitte. Elba ist zum grössten Teil mit Wäldern bedeckt und auf dem fruchtbaren Boden werden Oliven, Obst und Wein angebaut.

Die Etrusker waren auf Elba die ersten Ansiedler. Im 16. und 17. Jahrhundert war Elba Ziel von Auseinandersetzungen zwischen Spanien, Frankreich und Florenz. Im Jahr 1738 fiel Elba an das Haus Lothringen. Vom 3. Mai 1814 bis zum 26. Februar 1815 lebte Napoleon I. hier in Verbannung. 1860 kam Elba an das neu gegründete Königreich Italien, nachdem die Insel bereits 1815 der Toskana zugesprochen worden war.

Portoferaio ist die Inselhauptstadt und Hauptanlagestelle für Fähren und Segelschiffe.

Ein Streifzug durch die Insel

An der Ostküste befinden sich die Orte Rio Marina, Cavo, Rio nell’Elba, Porte Azzurro und Capoliveri.

Cavo ist einer der ältesten Badeorte auf Elba, mit prächtigen Villen aus der Jahrhundertwende. Es gibt dort Sand- und Kieselstrand. Rio nell’ Elba hingegen, ist ein kleines mittelalterliches Bergdorf mit einem sehr schönen Dorfplatz. In Porto Azzurro, einem sehr schönem Hafenort, legen die, aus Piombino kommenden, Fährschiffe an. Entlang des Hafens findet man Piazzas, Strassencafès und Restaurants. Sehenswert ist auch das historische Zentrum mit Häusern aus dem 17. und18. Jahrhundert. Höchste Erhebung ist eine, von den Spaniern 1603 erbaute Festung, in der sich heute das drittgrösste Gefängnis Italiens befindet. Ca. 3 km nordöstlich von dem Hafen liegt die Bucht von Barbarosso, die zum Baden sehr empfehlenswert ist. Capliveri ist ein malerisches Bergdorf 170 m über dem Meer. Der Ort ist berühmt wegen seines Eisenberges, dem Monte Calamita. Der Abbau des Eisenerzes war lange Zeit die Lebensgrundlage der Bewohner. Etwa 200 m hinter dem stillgelegten Bergwerk befindet sich ein Badestrand.

Die Südküste umfasst die Orte Lacona, Marina di Campo, Cavoli, Seccheto und Fetovaia

In Lacona trifft man auf eine weitläufige Sandbucht mit Pinienwäldchen. Es gibt hier auch mehrere Campinplätze und ein paar Hotels und direkt am Strand mehrere Restaurants. Das Strandbad Lacona bietet Verleih von Surfbrettern, Motor-, Tret- und Segelbooten. Marina di Campo ist der grösste Badeort mit dem längsten Sandstrand der Insel. Am westlichen Ende der Bucht liegt der Hafen und das alte Zentrum mit einigen Hotels. Am gegenüberliegendem Ende des Hafens befinden sich einige Campingplätze. Sehenswert ist das „Aquarium“ wo man die Unterwasserwelt mit seinen Tieren und Pflanzen bewundern kann. In Cavoli trifft man auf eine sehr schöne Bucht mit feinem Sandstrand, der von Felsen umzingelt ist. Auch Fetovaia hat einen herrlichen Strand an der Westküste zu bieten. In Küstennähe und im bewaldeten Hinterland gibt es Hotels und einige Pensionen. Seccheto bietet Bademöglichkeit am Sand- oder Felsstrand.

An der Nordküste liegen die Ortschaften Biodola, Procchio und Marciana Marina

Wer den Luxus liebt findet an der Bucht von Biodola mit ihrem breitem Sandstrand zwei Luxushotels. Wenn man etwas Ruhe geniessen möchte, ist die sehr schöne kleine Bucht von Scaglieri zu empfehlen. Procchio ist mit seinem ca.1 km und bis zu 20 m breitem Strand, eines der beliebtesten Ziele der Strandtouristen. Am linken Ende der Bucht kommen die Schnorchler ganz auf ihre Kosten. Marciana Marina ist ein lebhafter Hafenort. An der langen Uferpromenade trifft man auf viele Bars und Restaurants. Am anderen Ende des Hafens ragt der Festungsturm Torre Pisana empor. Neben dem Turm gibt es einen Strand mit Kieselsteinen. Von Marciana Alta geht eine Gondelbahn hinauf zum 1019 Meter hohem Monte Capanne, wo man einen herrlichen Ausblick geniessen kann.