Sommerträume am Gardasee – Der Gardasee und seine beliebtesten Orte

Schreiben von agathe den Juni 25th, 2007 — in Trentino-Südtirol

Der Gardasee zählt mit seinen romantischen Orten und seinem milden Klima zu einem der beliebtesten Ziele Italiens. Mit einer Länge von 51 km und 18 km Breite ist der Gardasee der größte See Italiens, eingebettet in die Provinzen Verona, Brescia und Trient. Im Norden bietet der See eine reizvolle Mischung mediterraner und alpiner Landschaft. Aufgrund der günstigen, zuverlässigen Winde hat sich die Region zum Surfer-Mekka entwickelt. Richtung Süden enfaltet sich der See in seiner ganzen Größe und das Klima wird vollkommen vom Mittelmeer beherrscht. Die Strände sind hier breiter und flacher und laden zum Baden und Faulenzen ein. Die Westküste des Sees wird oft auch Zitronen-Riviera genannt da aufgrund des milden Klimas hier reichlich Zitronen, Maulbeeren, Oliven und Feigen angebaut werden. Wer Trubel und Hitze liebt, der wird an einem Urlaub in den Sommermonaten von Juni bis September Gefallen finden. Die großen Uferstraßen entlang des Sees, schlängeln sich vorbei an malerischen Buchten, idyllischen Fischerdörfern, mittelalterlicher Burgen und historischer Städte. Wer Ruhe und Erholung sucht, sollte den Gardasee im Frühjahr oder Herbst besuchen, wenn das Wetter immer noch warm und sonnig ist und ein Weinfest das andere jagt.

 

Riva del Garda – die Perle des Gardasees: Zitronen- und Olivenbäume, Palmen und Lorbeersträucher, schmücken den Ort und seine Umgebung. In Riva, endet der nördlichste Teil des Gardasees. Das Wahrzeichen des Ortes ist der leicht schiefe Torre Apponale, ein 34 m hoher Uhrturm aus dem Jahre 1220, der über dem Hafen von Riva aufragt. Sehenswert ist außerdem die Rocca di Riva, eine Stadtburg, die ganz von Wasser umgeben ist und aus dem 12. Jahrhundert stammt. Diese beherbergt heute das städtische Museum Museo Civico in dem unter anderem Gemälde und archäologische Funde ausgestellt sind.

Bardolino ist neben Riva einer der schönsten Orte für eine ausgedehnte Shopping-Tour. Der romantische Ort mit seinen kleinen Gässchen und Piazzas bietet einige hübsche Geschäfte, in denen man sich ohne weiteres komplett einkleiden kann. Von ausgefallenen Kleidern bis hin zu den flotten italienischen Schuhen ist hier alles geboten. In Bardolino wird der gleichnamige Wein hergestellt, durch den dieser Ort auf der ganzen Welt bekannt ist. Die traumhafte Altstadt mit kleinen Sträßchen und eine ebenso schöne Strandpromenade laden zum flanieren ein. In der “Strada del Vino” werden Weinfreunde voll auf ihre Kosten kommen.

Der älteste und zauberhafteste Teil von Torbole erinnert an ein altes Fischerdorf. Dort stehen die alten Häuser, aneinander gedrängt, rund um den bunten, malerischen Hafen und spiegeln sich im klaren Wasser des Gardasees wieder.Wegen des beständigen und anhaltenden Windes hat sich Torbole zur Hauptstadt für europäische Surfer entwickelt. Freunde des Radsports kommen hier auch voll auf ihre Kosten: Die Tour zum Lago di Tenno beispielsweise ist gleichmäßig ansteigend und gut befahrbar.

Gardone Riviere liegt am westlichen Ufer und hat sich als Luftkurort einen Namen gemacht. Eine üppige Vegetation prägt den Ort und neben Villen, Parks und malerischen Gässchen gibt es eine besonders schöne Seepromenade. Besonders zu empfehlen ist ein Besuch im botanischen Garten, wo Pflanzen aus allen Kontinenten und Klimazonen zu bewundern sind. Der Garten ist von März bis Oktober täglich 9 bis 19 Uhr geöffnet.

Salo bietet seinen Besuchern eine reiche kulturelle und historische Tradition. Die Alpenausläufer erscheinen hier nicht mehr ganz so mächtig wie im Norden des Sees und auch die Lebensart der Menschen ist deutlich mehr von südländischer Lässigkeit geprägt. In Salo steht der Dom Santa Maria Annunziata. Das dreischiffige Gotteshaus mit zehn Seitenkapellen beeindruckt durch ein prächtiges Portal und reichverzierte Innenräume. 1453 wurde mit dem Bau begonnen und erst im Jahre 1502 erhielt das Gotteshaus seine Weihe. Die Baustile des Doms vermischen sich, so dass spätgotische und Elemente aus der Rennaissance zu finden sind.

Im südlichsten Teil des Westufers reicht eine schmale, vier Kilometer lange Landzunge ins Wasser, auf der das Städtchen Sirmione liegt. Sirmione ist einer der beliebtesten Orte am Gardasee und bietet eine Fülle von Sehenswürdigkeiten. Die Besiedelung geht auf die Römerzeit zurück. Das beeindruckende zinnengekrönte Scaligerkastell ist eine auf römischen Mauerresten erbaute Wasserburg. Der frühere Fischerort ist heute mit Villen und Hotels ein moderner Kurort mit Schwefelwasserquellen.

Garda liegt mit seinen 3835 Einwohnern am Ostufer des Gardasees. In und um den Ort gibt es eine üppige, schon fast mediterrane Vegetation. Garda wird geprägt von der Seepromenade und dem kleinen Hafen mit dem „Palazzo dei Capitani“ aus venezianischer Zeit.

 





Apulien – ein Traum aus Kunst und Meer

Schreiben von agathe den Juni 12th, 2007 — in Apulien

Apulien, vom adriatischen und dem ionischen Meer umgeben, bietet seinen Besuchern Ferien für Geist und Seele mit viel Kultur und Kunst, langen Sand- und Felsstrände mit kristallklarem Wasser und unberührten Badebuchten.

Eine Reise durch Apulien wird von der Gastfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft seiner Einwohner, von endlosen Olivenplantagen, geheimnisvollen Buchten und dem kristallklarem Meer geprägt.

Die idyllische Hafenstadt Otranto liegt auf einem Felsen und ist von einer alten Stadtmauer mit dem Schloss aus dem 15. Jahrhundert umgeben. S. Cesárea ist berühmt wegen seiner Grotten. Besonders hervorzuheben sind die Grotten “Romanelli“, “Zinzulusa“ und “Rotundella“. Auf der Reise sollte man auch in Santa Santa Maria di Leuca, 70 km südlich von Otranto gelegen, Halt machen und dort das Kloster mit der Wallfahrtskirche besuchen.

An der Westküste Apuliens bietet das Ionische Meer seinen Gästen lange feine weisse Sandstrände die von felsigen Riffen unterbrochen werden. Die Westküste ist umgeben von unangetasteter und wilder Natur. Entlang der Küste befinden sich wenige kleine Badeorte. Torre Vado ist ein beliebtes Anlaufsziel für Taucher. Ein paar Kilometer weiter nördlich gelangt man zur Küste Ugentos, mit den wohl schönsten Strände entlang des ionischen Meers. Weiter nördlich befindet sich die Stadt Gallipoli. Die alte Stadt ist auf einer Insel erbaut worden und wird mit der Neustadt mittels einer Brücke verbunden. Die engen Gassen, die niedrigen Häuser, die Paläste, die Kirchen und nicht zuletzt die Einwohner verleihen dem alten Stadtkern eine magische Ausstrahlung. Wegen ihrer einzigartigen Schönheit wird Gallipli auch als die Perle des Salento bezeichnet.

Im südlichen Teil Apuliens liegt Lecce, die Hauptstadt des Salento, die Dank ihres Reichtums an Kulturgütern auch oft „Florenz des Barocks“ genannt wird. Die Altstadt ist vom Barockstil gekennzeichnet und fasziniert durch Balkone, Portale und Säulen die ihren stimmungsvollen chromatischen Effekte einem eigenartigen Baumaterial zu verdanken haben: „la Pietra Leccese“, das weiß-goldene Gestein aus der salentinischen Halbinsel. Ein Meisterwerk des Barocks ist die Kirche Santa Croce in Lecce, die sich in der Nähe des Platzes Sant’Oronzo, im Herzen der Altstadt, befindet.

Ein Besuch in Alberobello, der Hauptstadt der Trulli, darf bei einem Urlaub in Apulien auf gar keinem Fall fehlen. Bis in die 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts hat sie kein Mensch beachtet, die kleinen Häuser mit den hohen runden Dächern in Apulien, die Trulli.
Trulli, waren Häuser armer Leute auf dem Land. Jetzt sind sie ein “Monumento nazionale” und gehören zum Weltkulturerbe der Unesco. Aus gutem Grund, denn was auf den ersten Blick nur putzig erscheint, erweist sich als eine klug durchdachte Architektur von hoher Kunstfertigkeit: Ohne Mörtel wurden hohe Gewölbe aus Steinquadern geformt, die an mykenische Schatzhäuser erinnern. Die hohen Kegeldächer waren Vorratsspeicher für das Getreide. Außen wurden sie zum Schutz vor dem Regen, schuppenartig mit einem Kranz von Bruchsteinplatten belegt, was den Trulli ihr charakteristisches Aussehen verleiht. Der Raum unter dem Speicherkegel war der Wohnraum der Menschen und auch der Stall für das Vieh. Mensch und Tier lebten unter einem Dach, und wenn Nachwuchs kam, wurde direkt neben dem alten Trulli ein neuer gebaut, eine Wand wurde durchgebrochen, – je mehr Kegel, desto größer die Familie, umso wohlhabender der Bauer. Heute haben viele der alten Bewohner die kleinen unbequemen Häuser verlassen. So werden die Stadtteile “Aia Piccola” und “Monti” mit ihren über eintausend Dachkegeln langsam von Andenkenläden und Restaurants in Besitz genommen. Die Trulli vor den Toren von Alberobello haben, wenn auch verfallen, bis heute ihren Zauber bewahrt.

Trulli von Alberobello

„Apulien ist eine Schatzkammer der Kultur, übervoll mit Zeugnissen großartiger Architektur und Kunst. Bei der Druchreise vom Norden bishin zu zur Santa Maria di Leuca, der südlichsten Spitze Apuliens wird der Urlauber beeindruckt von der Vielfältigkeit der Landschaft, ihrer Farben und der kulturellen Einflüsse einer bewegten Geschichte“.