Schreiben von agathe den September 29th, 2008 — in Latium
Vom 21. Oktober 2008 bis 6. Januar 2009 findet im Palazzo delle Esposizioni in Rom eine einzigartige Etruskerausstellung statt, in der viele Funde zum ersten Male der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Die Ausstellung erzählt und beschreibt die Unübertrefflichkeit der etruskischen Zivilisation in Latium und führt durch die außergewöhnliche Entwicklung seiner Hauptzentren: Veio, Cerveteri, Vulci und Tarquinia, Städte die sich trotz ihrer frühesten antiken und gemeinsamen Merkmale im Laufe der Zeit voneinander zu differenzieren begannen, nicht nur was die Kunst, sondern auch die kulturelle und religiöse Entwicklung, den Lebensstil und die kommerziellen Gepflogenheiten betrifft.
Die Ausstellung widmet sich auch der Beziehung zwischen dieser antiken Metropolen und Rom. Hier wird der starke Einfluß deutlich, den die Etrusker auf die romanische Welt ausübten, vor allem was die religiösen Praktiken und die Symboliken der Macht betraf. Gleichzeitig werden aber auch die Unterschiede beider Kulturen nahegelegt. Die Merkmale dieser vier süditalienischen Etruskerstädte werden in ihren Besonderheiten durch die Präsentation der wichtigsten artistischen Zeugnisse unterstrichen. Viele dieser Zeugnisse werden zum ersten Male während dieser Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert.
Veio ist die Stadt der Koroplastik, der anikten Figuren aus Terrakotta mit ihren göttlichen und weiblichen Gestalten, mit denen die Dächer der Bauten verziert wurden. Viele dieser Figuren wurden auch den Gottheiten gewidmet. Im zentralen Trakt des Ausstellungsgebäudes wurde ein Teil des Tempels von Apollo rekonstruiert, der durch die weise Verbindung aus Architektur und Skulptur und den Statuen Apollo, Latona und Herkules die auf der Spitze des Tempels emporragen, imponiert.
Cerveteri charkaterisiert sich hauptsächlich durch die außergewöhnliche Architektur der Grabstätten, die mit der berühmten Nekroplis verbunden ist. Die Rekonstruktion einer gesamten Grabstätte in Lebensgröße läßt den Prunk der Zeremonien des archaischen Zeitalters zurückverfolgen, bei denen die Verehrung der Vorfahren eine bedeutende Rolle spielte.
Vulci wird mit monumentalen Skulpturen aus hiesigem Stein und von Werken des nahen Zentrums von Ischia di Castro präsentiert, wo oftmals mythische Tierskulpturen am Eingang der Gräber gestellt wurden. Cerveteri und Vulci waren ab Ende des VIII. Jahrhunderts v. Chr. Hauptziele des großen Handelsverkehrs aus Griechenland. Es sind einige große Gefäße und Kunstwerke griechischer Malerei ausgestellt, die einen starken figurativen Einfluß auf die etruskische Kultur ausübten.
Tarquinia, stellt mit seinen über 100 mit Fresken ausgeschmückten Gräbern aus dem archaischen und dem hellenistischen Zeitalter die wichtigste Bildgalerie der antiken Welt noch vor Pompeji dar. Anfang der siebziger Jahre wurde der heilige Boden von Gravisca, dem Hafen von Tarquinia entdeckt, der eine grundlegende Etappe für die Nachforschung der wirtschaftlichen Dynamiken bildet, die die Handelsbeziehungen im tyrrhenischen Territorium bewegten. Funde bezeugen die Existenz eines Handelszentrums auf etruskischen Boden, das hauptsächlich von griechischen Händlern aufgesucht wurde. An den Tempel wird mit der Ausstellung von Heiligenfiguren und der Rekonstruktion des Heiligtums des Adonis erinnert, an dem jährlich der Zyklus des Todes und der Wiedergeburt des jungen Helden gefeiert wurde.
Informationen zur Ausstellung:
Palazzo delle Esposizioni
Via Nazionale 194
00184 Rom
Tel: (0039) 06 399 675 00
Übernachten in Rom
Der Besuch dieser überwältigenden Stadt sollte auch mit einer entsprechenden Unterkunft gefeiert werden. Suites Rome, ein First Class Hotel im historischen Zentrum von Rom, direkt an der spanischen Treppe. Bei einem Aufenthalt wird der Rombesuch nicht nur zu einem Sprung in eine prunkvolle Vergangenheit sondern auch in eine glanzvolle Gegenwart.
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Schreiben von agathe den September 16th, 2008 — in Kalabrien
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Sie sind rot, scharf, gesund und angeblich aphrodisisch… ein Ort in Kalabrien hat sich ihnen ganz verschrieben: Auf dem Chili-Festival in Diamante steht alles im Zeichen des scharfen Genusses!
Wieviel scharfen Chili könnt ihr in einer halben Stunde essen? Hier die ungewöhnliche Herausforderung, die jedes Jahr in der kalabrischen Stadt Diamante, in der Provinz von Cosenza stattfindet. Die Konkurrenten versammeln sich auf einer Bühne unter freiem Himmel und vor ihnen stehen Teller, die 50 Gramm in Scheibchen geschnittenen Chili enthalten und allenfalls mit Brot und Olivenöl begleitet werden können. Der amtierende Sieger hat jeglichen Rekord gebrochen – er hat es sage und schreibe geschafft, 600 Gramm scharfen Chili zu verdrücken. Ein schwieriger Wettkampf, der dicke Geschmacksknospen und eine beträchtliche Portion an Mut voraussetzt. Der Wettkampf, an dem sowohl Frauen als auch Männer teilnehmen, findet jedes Jahr in der zweiten Septemberwoche statt. Die Veranstaltung, die vor 16 Jahren zum ersten male stattfand, zieht sich mit 150 Ständen an der Strandpromenade und im historischen Zentrum von Diamante entlang.
Während des Festivals werden auch Theatervorstellungen, Kabaretts und Flimvorführungen ausgerichtet.
Süß, pikant und feuerscharf – der Chili wird als Gemüse bezeichnet wenn er frisch ist und als Gewürz, wenn er gemahlen ist. Der Chili, gehört wie die Paprikaschote, der Gruppe der Nachtschattengewächse an und seine Ursprünge sind weit entfernt. Kristoph Kolumbus brachte ihn von Amerika nach Europa und er fand zuerst Verbreitung in Spanien und dann später in Ganz Europa.
Die Küche Kalabriens basiert auf einfachen bäuerlichen Gerichten aus Hülsenfrüchte, Gemüse und Olivenöl. Der Chili ist eine essentielle Zutat. Es gibt insgesamt 2200 Arten von Chili: der klassische Chili aus Diamante heißt Diavolillo, was soviel wie teuflerisch bedeutet.
Die wohltuenden Eigenschaften des Chili sind unzählig. Der Lezithingehalt des Chilis senkt das Cholesterin und beugt Arterienverkalkung vor.
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Schreiben von agathe den September 9th, 2008 — in Venetien
Weniger Stress für Venedigreisende durch Entzerrung der Menschenmassen, ein besseres Vorankommen in der Stadt, diverse Erleichterungen, sowie die Möglichkeit, den Besucheransturm unter Kontrolle zu halten: All das verpricht die Venice-Card.
Das Wort Vendedig ruft im Kopf sofort romantische Bilder von Gondelfahrten oder Spaziergängen entlang der Kanäle hervor. Erst nach einer Weile kehren auch andere, verdrängte Erinnerungen zurück: Haltestellen der Vaporetti, das Gedränge, die Unmöglichkeit, Kunstwerke zu genießen, weil man in einem stetigen Strom erschöpfter und genervter Touristen eingekeilt ist. Die Stadt Venedig hat nun die “Venice-Card” eingeführt, eine Ausweiskarte, die über das Internet oder durch Anruf bei einem der eigens dafür eingerichteten Callcenter (täglich von 8:00 bis 19:30 Uhr), mindestens 48 Stunden vor Ankunft, bestellt werden kann. Nach der Ankunft in Venedig ist sie dann an den Kartenverkaufsstelllen der Vela (Piazzale Roma, Bahnhof, am Tronchetto, Terminal von Punta Sabbioni), am Ticketcounter der Alilaguna/ATVO (Flughafen Marco Polo von Venedig, in Tessera) oder am ASM-Schalter (Parkplatz von S. Giuliano) abholbar.
Die “Venice-Card” ist in zwei Farben erhältlich. Mit der blauen Karte können alle öffentlichen Verkehrsmittel und Toiletten genutzt werden, Volljährige erhalten freien Eintritt in die Spielcasinos. Die orange Karte beinhaltet auch den Eintritt in die Museen. Die Kosten der Venice-Card variieren je nach Alter der Reisenden und Aufenthaltsdauer (es gibt Karten für 1-3 oder 7 Tage) und bewegen sich zwischen 7 und maximal 58 Euro. Auf Wunsch kann man bei der Kartenbestellung, zu Vorzugspreisen, den Alilaguna-Service für Transfers vom und zum Flughafen gleich mitbuchen oder sich einen Autostellplatz auf dem Parkplatz von S. Giuliano reservieren lassen. Ein weiterer Vorteil der Venice-Card besteht darin, dass Interessierte von vornherein erfahren können, wieviele Touristen in der Lagune erwartet werden, um ihre Reise gegebenenfalls auf einen Zeitpunkt zu verschieben, in dem es in der Stadt ruhiger und damit für den Besucher angenehmer ist.
Informationen:
Call center: (0039) 041-2714747
(von Italien aus: Tel: 899/909090)
www.venicecard.it
Übernachten in Venedig:
Hotels in Venedig
Campingplätze in Venedig
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Schreiben von agathe den September 2nd, 2008 — in Lombardei, Toskana, Urlaub in Italien, Venetien

Eine 70 km lange Weinstrasse verbindet Florenz und Siena. Seit dem 13. Jahrhundert ist Greve in Chianti die Hauptstadt des Chianti Gebietes. Jeweils Mitte September findet auf der Piazza Matteotti eine Weinmesse mit der Vorstellung des Neuen Chianti statt. Der schwarze Hahn am Flaschenhals ist das Kennzeichen der klassischen Chianti Weine. Der Piazza Matteotti wirkt durch seine wunderschönen Arkaden und den zahlreichen Cafés und Bars besonders anziehend.
Eine der wichtigsten Orte des Chianti Tals ist Montalcino, einer 5000 Seelengemeinde in der Provinz von
Siena. Der Ort ist durch die Produktion des Brunello di Montalcino, einem der teuersten italienischen Spitzenweine, weltberühmt geworden.
Von besonderem kunsthistorischen Interesse ist die Kleinstadt San Gimignano, die 1990 von der UNESCO wegen seiner hohen Anzahl von erhaltenen Geschlechtertürmen und seines fast unveränderten mittelalterlichen Aussehens zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Von den einst 72 Geschlechtertürmen sind heute noch 15 erhalten. San Gimignano wird daher auch als das Manhatten des Mittelalters bezeichnet. Die Türme galten im Mittelalter als Prestigesymbol. Die Familien versuchten sich eifrig in der Höhe des Turms zu übertrumpfen. Je höher der Turm, umso mehr Macht und Geld besaß die Familie.
Übernachtungstipp:
Wegen der reizvollen Landschaft eignet sich das Chianti Tal besonders für einen Agritourismus in der Toskana. Das Ferienhaus Torre Prima liegt 3 km vom historischen Stadtkern von San Gimignano entfernt und bietet Unterkunft in Ferienwohnungen im typisch toskanischem Stil.

Kontaktinformation:
Ferienhaus Torre Prima, Loc. Cortennano La Torre 17, 53037 S.Gimignano (SI)
Tel. +39 0577 941371;
e-mail: info@torreprima-holidays.it
http://www.torreprima.eu
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